EOR2018 – TAG12 – Le-Mans-Start im Hippodrom

Nach einer normalen Nacht an der Festung nutze Christian die Gelegenheit für schöne Bilder in der blauen Stunde. Langsam erwachte alles nach und dem obligatorischen Frühstück, Morgendusche usw. ging es zum Startfeld. Wie so häufig nutzte die Region unsere Anwesenheit und die historischen Schätze zu präsentieren. Wir fuhren nach und nach durch die Ruinenstädten und genossen den weiten landschaftlichen Ausblick. Überhaupt war die letzten Tage dank vieler Höhenmeter stets ein sehr schöner Ausblick über weite Landschaften möglich die in vielen verschieden Farbtönen und unter Einwirkung des Sonnenlichtes einfach Atemberaubend aussehen.

Für uns ging es erst einmal an einen Rastplatz und die Haarwäsche musste natürlich sein. Unterwegs trafen wir auch immer mal wieder andere Teams, Tankstellen verbinden, das kann man zumindest bei diesen Rallyes sagen. . J Als wir im Umland von Ankara ankamen fuhren wir anfangs leider etwas zu weit und auch zum falschen Hippodrom, fanden schlussendlich aber den gewollten Platz. 15 Uhr war der geplante Start, wir trafen kurz zuvor ein, puh ganz schön knapp, aber pünktlich genug.

Was wollen die da, fragen sich sicher einige. Bei dieser Rallye ist der klassische Le Mans Start ein fester Bestandteil. Dieser ist mittlerweile bei der Formel 1 verboten da er nicht ungefährlich ist. Fahrzeuge und Fahrer werden speziell postiert. Die Fahrer müssen aus einem gewissen Abstand zu ihren Fahrzeugen rennen und so schnell wie möglich ihren ebenfalls  auf Abstand positionierten Zündschlüssel rennen und dann zurück zum Fahrzeug und anschließend starten um den besten Startplatz zu ergattern.

Angelika entschloss sich bei Axel und Suvdmaa  im T4 den Le Man Start mitzufahren, die E-Klasse ist dann doch vielleicht zu extrem. Alle teilnehmenden Fahrzeuge, der überwiegende Teil wie ich sehen konnte, nahm aber daran teil. Die Teams  fuhren eine begehungsrunde und stellten sich anschließend längs zur Fahrbahn auf, wir postierten uns weiter hinten und wollten das Feld von hinten aufräumen. Extra dafür wurde die E-Klasse auf Reserve gefahren um unnötiges Gewicht zu vermeiden, allerdings blieb keine Zeit mehr für die Entladung. Der Fahrzeugschüssel wurde auf den hinter den Fahrzeugen befindlichen Bordstein (ca. 15m entfernet) gelegt und die Fahrer stellten sich in einen gewissen Abstand in einer Perlenkette auf. Nachdem der Countdown von 10 zurück gezählt wurde, rannten alle Fahrer so schnell wie möglich zum Schlüssel und anschließend zu ihren Fahrzeugen um diesen zu starten. Ein famoser Start für beide Matsch&Piste Fahrzeuge. Christian konnte e mit der E-Klasse aus einem weiten Bogen dank hoher Leistung sehr gut und schnell nach vorne schießen, stelleweise fliegen, allerdings limitiert dann doch die Automatik des „Sternenkreuzers“ etwas. Der T4 hatte auf langen Strecken wegen der PS-Leistung etwas zu kämpfen, aber in den Kurven konnte er immer mehr Land gut machen. Problem an der ganzen Sache, es wurde nur eine  Runde gefahren und dann war der Spaß vorbei. Sehr Schade.

Einige Teams schafften es ihre Fahrzeuge zu beschädigen, wobei ein verbogener Querlenker bisher das schlimmste ist was ich gehört haben. Christian tankte noch die 5l Benzin aus dem Reservekanister und dann ging es direkt zum Nachtlager nach Haymana. Auf dem Weg aßen wir noch bei einem sehr schönen Restaurant die Hausempfehlung, Lammspieße welche sehr lecker waren. In Haymana angekommen wählte das Team als Standplatz direkt den Markplatz bei der Moschee. Am Abend wurden die Rallyeteilnehmer durch die Stadt und den Einwohnern zum großen Ramadan essen um 20:08 Uhr eingeladen, der zweite Tag des Ramadan. Anschließend  genossen Suvdmaa und Angelika das Hamam-Angebot mit Waschen, Baden, Massage . Axel nutzte das Angebot auch sofort, Christian entschied sich dies als Morgenprogramm mitzunehmen, bei rund um die Uhr Öffnung, ganz easy. Was auffiel wahren die vielen Kinder und Jugendlichen (viele Syrer, Araber usw.) welche zwar stets freundlich, doch immer wieder neugierig auf die Autos, Ausrüstung und auch nach Geschenken fragten. Etwas Anstrengend, aber man arrangiert sich. Suvdmaa spielte mit den Jungs Volley- und Fussball  und beeindruckte die Jungs sichtlich mit ihrem können.

Der Abend klang langsam aus, Christian schlief diesmal unter offenen Himmel direkt am Fuße der Moschee, in der Hoffnung nicht von den Hunden angeknabbert zu werden, was er auch nicht wurde.

Aufgrund der Datenmenge folgt das Le-Man Start Video in 360 Grad später wenn wir mehr Bandbreite zur Verfügung haben. Sorry.

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